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Städtischer Musikverein Soest e. V.

Symphony Nr. 2 "Lobgesang" von Felix Mendelssohn Bartholdy in Neu St.Thomae
Sonntag, 10. Juni 2018, 18 Uhr

Plakat Lobgesang
Plakat zum Konzert

Symphony Nr. 2 "Lobgesang"  von Felix Mendelssohn Bartholdy

Am 10. Juni 2018 führten wir die Symphony Nr. 2 "Lobgesang" von Felix Mendelssohn Bartholdy auf. Eine Sinfonie mit großem Orchester, großem Chor und wunderbaren Solisten. Das war für uns und das Publikum ein wahrer musikalischer Leckerbissen und dafür gab es verdientermaßen Standing Ovations. Es musizierten neben den Solisten Corneliea Fisch, Vera Filipponi, Friedrich von Mansberg die Westfälische Kammerphilharmonie Gütersloh und Chorsänger verschiedener Gastchöre. Die Gesamtleitung lag in den "goldenen Händen" von Michael Busch.

Resonanzen

Der Soester Anzeiger berichtete in seiner Ausgabe vom 12. Juni 2018 auf der Titelseite:

Hymnischer Gesang

Mendelssohns „Lobgesang“ in Neu-St. Thomä SOEST • Den „Lobgesang“, die zweite Sinfonie von Felix Mendelssohn-Bartholdy, hat der Musikvereins-Chor schon vor 33 Jahren zum 125-jährigen Jubiläum des Musikverein aufgeführt, damals unter Leitung von Carl Wilhelm Cramer. Jetzt brachte Michael Busch das Werk in Neu-St. Thomä zur Aufführung mit einem riesigen Klangapparat aus mehr als 120 Sängern, drei Solisten und der zum großen Orchester erweiterten Kammerphilharmonie Gütersloh. Über mehr als eine Stunde lauschte das Publikum in der voll besetzten und sommerlich erhitzten Kirche diesem hymnischen Werk mit einem breiten Instrumentalteil und eine Chorsätzen, die sich vorwiegend auf Psalmworte aus der Bibel beziehen. Mendelssohn-Bartholdy komponierte das Werk für den Festakt anlässlich des 400-jährigen Jubiläums der Buchdruckerkunst.

Lobgesang - Foto: jos
Der Musikvereinschor hatte Gäste neben sich. � Foto: jos

Der Soester Anzeiger weiter unter Kultur lokal:

Lobgesang - Foto: jos
Der Soester Michael Busch (unten) leitete den riesigen Klangkörper mit dem Chor des Musikvereins und Gäste sowie der zum großen Orchester erweiterten Kammerphilharmonie Gütersloh, der am Sonntagabend in der ausverkauften Kirche Neu-St. Thomä die zweite Sinfonie „Lobgesang“ von Felix Mendelssohn-Bartholdy aufführte. • Alle Fotos: jos

Lobgesang - Foto: jos

Gewaltige Hymne

Musikvereinschor und Gäste zelebrieren Mendelssohns "Lobgesang" in Neu-St. Thomä SOEST • Nein, den "Lobgesang", Felix Mendelssohn-Bartholdys zweite Sinfonie, kann man nicht mit einem netten Kammerorchester und einem kleinem Gesangsensemble aufführen. Für dieses gewaltige hymnische Werk braucht es etwas Großes. Und das hatte Michael Busch, der musikalische Leiter geschaffen.

120 Sänger aus dem Chor des Musikvereins, von "Mixted Voices" aus Warstein sowie vom Chor Barditus und dem Kirchenchor St. Johannes aus Sundern, drei Solisten - Tenor Friedrich von Mansberg und die beiden Sopranistinnen Cornelia Fisch und Vera Filliponi - sowie die Kammerphilharmonie Gütersloh in großer Besetzung stellten am Sonntagabend in Neu-St. Thomä jenes Werk vor, das Mendelssohn zum 400. Jahrestag der Buchdrucker-Kunst geschrieben hatte.

Anklänge an Beethoven

Der „Lobgesang“ zählt zu den meistaufgeführten Kompositionen zu Mendelssohns Lebzeiten, wohl auch deshalb, weil es ganz dem romantischen Geschmack entsprach. Wuchtig, überwältigend und ausladend in seiner Klangfülle - so kommt dem Hörer diese Mischung aus Sinfonie, Kantate und Oratorium entgegen. Kein „typischer“ Mendelssohn, nicht elegant und schön, sondern kämpferisch und laut.

Ähnlich wie bei Beethovens bekannter neunter Sinfonie ist zunächst das Orchester gefragt, spielt drei ineinander übergehende Sätze, bevor erst nach einer halben Stunde der Chor und später die Solisten einsetzen. Während bei Beethoven Schillers "Ode an die Freude" inspirierend wirkte, waren es bei Mendelssohn Psalmen und Choräle. Die Einleitung mit den Trompetenfanfaren nahm Michael Busch trotz des "Maesto con moto" recht flott und entging so dem latent drohenden Pathos dieses Werks. Immer, wenn eine Steigerung kaum mehr möglich schien, zog die Dynamik noch ein bisschen an.

Erst im lyrischen Allegretto-Part beruhigt sich der von (Blech-)Bläsern getriebene musikalische Fluss. Alle atmeten durch, bevor der Chor mit dem kraftvollen "Alles, was Odem hat, lobt den Herren" einsetzte.

Die Choristen ebenso wie die Solisten hatten Psalmen und Choraltexte zu singen, in denen es um die Vertreibung der Dunkelheit durch das Licht geht. Aber es geht auch um Mendelssohns großes Thema, das ihn in vielen anderen geistlichen Werken bewegt hatte: "Wohl dem, der seine Hoffnung setzt auf den Herrn!" Die Bearbeitung des bekannten protestantischen Chorals "Nun danket alle Gott" in diesem "Lobgesang" mag wohl eine Reminiszenz des konvertierten Mendelsohns an den verehrten Johann Sebastian Bach gewesen sein. Der hatte dieses Lied ebenfalls vertont.

Wie die Profi-Orchestermusiker zeigten die mehr als 100 Amateursänger schon rein körperlich eine tolle Leistung. Eine halbe Stunden tonlos zuzuhören und dann kraftvoll und konzentriert einzusetzen, will gekonnt sein. Leider litt die Textverständlichkeit durch das fast durchgehnde Forte, beim Sopran oft im hohen Diskant. Dass der unvergleichlich große Schall, den Orchester, Chor und Solisten produzierten, kaum Nachhall hatten, war der voll besetzten Kirche und der damit einhergehenden Akustik zu verdanken. "Ausverkauft!", konnten die Veranstalter vermelden. Das war schön, erhöhte aber Wärme und Luftfeuchtigkeit im Kirchenschiff an diesem heißen Tag bis ins fast Unerträgliche.

 Mendelssohns grandioser "Lobgesang" wird heutzutage nur noch selten aufgeführt. Erstens erforderter einen großen Klangapparat. Zweitens scheint Hymnisches gerade nicht in Mode zu sein. Trotzdem: In der Thomäkirche prasselte nach einigen Schweigesekunden der Applaus des Publikums minutenlang auf die Interpreten ein. Er dankte ihnen für eine fesselnde Aufführung. • boro

Ausführende

Cornelia Fisch, Vera Filipponi, Friedrich von Mansberg, Chor des Städtischen Musikvereins Soest, Westfälische Kammerphilharmonie Gütersloh, Chorsänger verschiedener Gastchöre. Gesamtleitung: Michel Busch.

Programm

Felix Mendelssohn Bartholdy: Symphony Nr. 2 "Lobgesang"

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