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Städtischer Musikverein Soest e. V.

Unser Konzert in Neu St.Thomae
Samstag, 02. November 2013, 19 Uhr

Michael Busch, Chor des Städtischen Musikvereins Soest und die Westfälische Kammerphilharmonie Gütersloh bei der Probe zum Requiem op. 60. von Josef Gabriel Rheinberger
Michael, Busch, der Chor des Städtischen Musikvereins Soest und die Westfälische Kammerphilharmonie Gütersloh bei der Probe zum Requiem von Josef Gabriel Rheinberger (Foto: Anny Heymann)

Requiem op. 60 von Josef Gabriel Rheinberger

Das Requiem für Soli, Chor und großes Orchester op. 60 von Josef Gabriel Rheinberger.ist ein zu Unrecht selten aufgeführtes Werk. davon konnte sich das musikinterressierte Soester Publikum am 2. November 2013 in Neu St. Thomä überzeugen. Mit dabei war wiederholt die vortrefflich musizierende Westfälische Kammerphilharmonie Gütersloh. Die ausführenden Solisten waren Cornelia Fisch (Sopran), Irmild Wicking (Alt), Friedrich von Mansberg (Tenor), Martin Blasius (Bass).

Rheinberger wurde 1839 in Vaduz/Liechtenstein geboren und war zu seiner Zeit einer der erfolgreichsten Komponisten. Sein Requiem op. 60 komponierte er in den Jahren 1865-67. 1869 arbeitete er es nochmals vollständig um, so dass es am 12. Dezember 1870 in München zur Uraufführung gelangte. Fachkolleg(inn)en und Presse beurteilten das Requiem in höchster Anerkennung als 'ein in Conception und Durchführung wahrhaft großartiges und stylvolles Werk'. Es gilt auch heute noch als eine Komposition von hohem Kunstwert und tiegreifender Wirkung, dass bei Hörern einen nachhaltigen Eindruck hinterlässt. Josef Gabriel Rheinberger lebte bis zum Jahre 1901.

Der Chor des Städtischen Musikvereins Soest und die Westfälische Kammerphilharmonie Gütersloh unter der Leitung von Michael Busch
Der Chor des Städtischen Musikvereins Soest und die Westfälische Kammerphilharmonie Gütersloh unter der Leitung von Michael Busch musizieren das Requiem von Josef Gabriel Rheinberger (Foto: Antje Heymann)

Resonanzen

Der Soester Anzeiger berichtete in seiner Ausgabe vom 05. November 2013:

Romantisches Schwelgen

Musikverein führte Requiem von J. G. Rheinberger erstmals in Soest auf

SOEST Die Soester Klassikszene traf sich am Samstagabend in der Thomäkirche zu einer Premiere. Zum ersten Mal in Soest sang der Chor des Musikvereins unter Leitung von Michael Busch das Requiem op. 60 von Joseph Gabriel Rheinberger (1839-1901), eines Komponisten, der gerade wiederentdeckt wird.

Dem zahlreichen Publikum saß ein ebenso üppiger Klangkörper gegenüber. Vor den rund 100 Choristen hatte die westfälische Kammerphilharmonie Gütersloh Platz genommen – in großer romantischer Orchester-Besetzung. Das Rheinberger-Werk ist eine typische Komposition der Spätromantik mit üppiger Orchestrierung, ausladenden Melodiebögen, sehr schwelgerisch, expressiv und stark gefühlsbetont. Der Hörer wird gleich bei der ersten Begegnung mitgerissen. Das Stück ist einfach „schön“, und dank der streckenweise sehr bildhaften Musiksprache versteht jeder das Werk auch ohne Text.

Für den Chor aber stellt es eine echte Herausforderung dar. Nicht nur, dass die Sänger unentwegt gefordert sind – es gibt keine längeren Solisten- oder Instrumentalpartien zum Ausruhen. Es sind auch immer wieder schwierige Einsätze zu meistern und Orientierung in der komplizierten Harmonik ist gefragt.

Kein Wunder also, dass Michael Busch und sein Chor über ein Jahr an dem Werk gefeilt haben. Für die Solisten ist das Werk eigentlich ‚undankbar‘. Keiner von ihnen bekommt je die Gelegenheit, seine Kunst ganz alleine vorzustellen. In der Mitte des Konzerts nutzte der Chor ein Verfahren, das er schon bei anderen Requiem-Vorträgen eingesetzt hatte: Nach dem Offertorium wurde die Aufführungen unterbrochen und die Motette ‚Bleibe bei uns Herr‘ des Zeitgenossen und früheren Thomaskantors Erhard Mauersberger (1903-1982) eingeschoben.

Das war ein erfrischender Kontrast, das die Wirkung des Requiems steigerte. Mauersbergers Stück erreicht zwar auch Siebenstimmigkeit. Aber der Choral am Schluss, der von den vier Solisten gesungen wird, kommt so schlicht und einfach daher, dass er ein willkommenes Ausruhen vom voluminösen romantischen Genuss bietet. Mit dem Agnus Dei kehrte der Chor anschließend zum Requiem zurück. Das Publikum dankte mit reichem Applaus. Schade nur, dass die aufwändige, zeitintensive Produktion mit dieser einen Aufführung in der Schublade verschwindet. Zu wünschen wäre, dass der Musikverein bei ähnlich großen Projekten vielleicht mit einem anderen Ensemble zusammenarbeiten und ein großes Werk mehrfach aufführen kann.

Zu loben ist endlich auch Ralf Luley. Der langjährige Chorsänger und frühere Musiklehrer sorgt mit informativen Beiträgen in den Musikverein-Programmheften immer wieder für nötiges Hintergrundwissen und schafft so auch diesmal einen leichteren Zugang zu dem Werk. bs

Ausführende

Cornelia Fisch – Sopran, Irmhild Wicking – Alt, Friedrich von Mansberg – Tenor, Martin Blasius – Bass, Chor des Städtischen Musikvereins Soest, Westfälische Kammerphilharmonie Gütersloh, Musikalische Leitung: Michael Busch.

Programm

Josef Gabriel Rheinberger: Requiem op. 60
Eduard Mauersberger: 'Bleibe bei uns, Herr', Motette für vier- bis siebenstimmigen gemischten Chor

Fotogalerie

Der Chor des Städtischen Musikvereins Soest und die Westfälische Kammerphilharmonie Gütersloh unter der Leitung von Michael Busch
Der Chor des Städtischen Musikvereins Soest und die Westfälische Kammerphilharmonie Gütersloh unter der Leitung von Michael Busch musizieren das Requiem von Josef Gabriel Rheinberger (Foto: Antje Heymann)

Der Chor des Städtischen Musikvereins Soest und die Westfälische Kammerphilharmonie Gütersloh unter der Leitung von Michael Busch
Der Chor des Städtischen Musikvereins Soest und die Westfälische Kammerphilharmonie Gütersloh unter der Leitung von Michael Busch musizieren das Requiem von Josef Gabriel Rheinberger (Foto: Antje Heymann)

Der Chor des Städtischen Musikvereins Soest und die Westfälische Kammerphilharmonie Gütersloh unter der Leitung von Michael Busch
Der Chor des Städtischen Musikvereins Soest und die Westfälische Kammerphilharmonie Gütersloh unter der Leitung von Michael Busch musizieren das Requiem von Josef Gabriel Rheinberger (Foto: Antje Heymann)

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