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Städtischer Musikverein Soest e. V.

Unser Konzert vom 24.02.2008

Wandelkonzert nannten wir unser experimentell gewagtes Konzertereignis in Neu St. Thomae mit vier verschiedenen Musikensembles. Neben unserem Chor musizierten der Jugendchor Les ChantElles, das Streichquartett Soestenuto und das Soester Vokalensemble auf drei räumlich verteilten Bühnen. Die Besucher des auf zweieinhalb Stunden angesetzten moderierten Konzertes hatten die Möglichkeit, sich zwischen den einzelnen Darbietungen durch den Genuss ausgesuchter Speisen und Getränke zu stärken.

Jugendchor Les ChantElles, Cornelia Fisch
Les ChantElles unter der Leitung von Cornelia Fisch

Der Soester Anzeiger bemerkte in seiner Ausgabe vom 26. Februar (Auszüge):

"Bach, Pop, Folk in leicht verdaulichen Portionen - Wandelkonzert mit Ohren- und Gaumenfreuden in St. Thomä - Musikverein versucht neue Formen der Präsentation
Die Zeit der konventionellen Konzerte ist vorbei. Chor oben auf der Bühne, Publikum unten davor und dann zwei Stunden Gesang - das will keiner mehr. Der Soester Musikverein hat das erkannt und geht längst neue Wege, um Gehör für gute Musik zu finden: Romantik im Blauen Saal, Stadtoper in der Kirche, Carmina burana open air - und jetzt ein Wandelkonzert gemeinsam mit musikalischen Freunden bei Wein und Büffet in Neu-St Thomä. 'Das ist noch nicht perfekt, das können wir noch optimieren. Aber solch eine Form wäre auch denkbar für unser Jubiläum im Jahre 2010', sagte Vorsitzende Ulrike Burkert.
Die gut 150 Besucher waren überwiegend angetan von der neuen Form - der musikalische Inhalt überzeugte sie ohnehin auf Anhieb.
Die Kirchenbänke waren beiseite geräumt und eine kleine Bühne im Kirchenraum aufgebaut worden. Darauf nahmen die Streicher vom Ensemble Soestenuto Platz. Orgelbühne und Altarraum waren für die drei Sängergruppen reserviert.
Abwechselnd und gemeinsam gestalteten die Ensembles ein so qualitätsvolles und klangschönes Programm, dass die meisten gern länger zugehört hatten als nur zwei Stunden. Da gab's für jeden etwas in leicht verdaulichen Portionen: Geistliches und Klassisches, Spirituals und Volkslieder, Pop-Bearbeitungen und Folk, mal besinnlich, mal heiter.
Die Entdeckung des Abends waren zweifellos die 'ChantElles'. Die zehn Teenies hatten sich aus dem kleinen Projektchor zur Carmina burana zusammengefunden. Leiterin Cornelia Fisch hatte es geschafft, in kurzer Zeit aus der Mädchengruppe eine Sängerschar zu machen, die gute Chancen bei jedem Meisterchor-Wettbewerb hätte. Sie sang homogen, unangestrengt, frisch und strahlten puren Spaß an der Sache aus
Die zweite Entdeckung - ebenfalls Newcomer: das Soester Vocalensemble, bestehend aus ambitionierten Schülern von Michael Busch. Als das Ensemble 'Immortal Bach', Bach in einer Bearbeitung von Knut Nysted, interpretierte, dabei choraliter begann, sich irgendwo im sphärischen Klangraum verlor, um sich schließlich punktgenau in einem Klang wiederzufinden, da herrschte in der Kirche so atemlose Spannung, dass man die berühmte Stecknadel hätte fallen hören können.
Die Sänger des Musikverein-Chors, ebenfalls unter Leitung von Michael Busch, gaben dem ungewöhnlichen Konzert den Rahmen. Besonders schön gelang der Mittelteil: Gabriele Gläsmann an der Orgel, die für die erkrankte Karola Kalipp eingesprungen war, stimmte mit einem Vorspiel ein, dann sang der Chor den entsprechenden Choral."

Streichquartett Soestenuto
Streichquartett Soestenuto mit Klaus Esser, Jin Kim, Bernd-Udo Winker und Ulrich Rikus

Die Westfalenpost begeisterte ihre Leser ebenfalls in ihrer Ausgabe vom 26. Februar (Auszüge):

"Vom Kyrie bis Yesterday - Wandelkonzert auf drei Bühnen in Neu-St.-Thomä mit hochklassigen Leistungen
Drei Bühnen, Stehtische, im Raum verteilte Stühle, Häppchen und Wein für den kleinen Hunger und Durst. Neu-St.-Thomä verwandelte sich am Sonntagabend beim Wandelkonzert in einen außergewöhnlichen Konzertraum.
Der Städtische Musikverein hat den gotischen Kirchenraum bereits öfter für besondere Projekte genutzt. Spektakulärstes war die Stadtoper 'Die Zauberflöte' vor drei Jahren. Am Sonntag war Neu-St.-Thomä Schauplatz des ersten Wandelkonzerts.
Wandelkonzert bedeutet Bewegung in zweierlei Hinsicht. Sängerinnen und Sänger und die Instrumentalisten sind in Bewegung, weil sich das Geschehen auf gleich drei Bühnen abspielt. Das Publikum muss seine Sitzgelegenheiten jeweils auf die Bühne ausrichten, auf der gerade etwas passiert oder kann zum neuen Ort des Geschehens wandeln und Chorgesang mit einem Glas Wein in der Hand von einem der Stehtische aus verfolgen.
Michael Busch, Chorleiter des Städtischen Musikvereins, ist für neue Ideen stets zu haben. Diesmal ging es um eine andere Art, Chor- und Instrumentalmusik zu erleben. Dabei war es nicht nur der äußere Rahmen, der aus dem üblichen Konzertgeschehen herausfiel. Auch bei der Programmauswahl gab es keine Berührungsängste: vom 'Kyrie' des Komponisten Giovanni Pierluigi da Palestrina, über Spirituals, Volkslieder wie 'Es klappert die Mühle' bis zu 'Yesterday'.
Vor Jahren wäre es noch undenkbar gewesen: Der Musikvereinschor singt das durch Louis Armstrong berühmt gewordene 'Wonderful World'. Doch es geht und vor allem: Es klingt wunderbar. Genauso wie 'Yesterday' von den Beatles in der Interpretation des Soester Vokalensembles.
Der Chor ist aus der Arbeit im Singkulturhaus Alma Viva von Michael Busch und Cornelia Fisch hervorgegangen und hatte am Sonntag erst seinen zweiten öffentlichen Auftritt. Und was für einen! Hier wird Chorgesang auf ganz hohem Niveau gepflegt - ebenfalls ohne Berührungsängste. Die Vokalisten singen das schwingende Volkslied von der klappernden Mühle am rauschenden Bach genauso mitreißend wie das höchste stimmliche Anforderungen stellende 'Immortal Bach'.
Lebensfreude pur beim Auftritt von zwölf Mädchen, die die Freude am Gesang zusammengeführt hat. Sie nennen sich 'Les ChantElles' singen unter der Leitung von Cornelia Fisch dreistimmig und feierten am Sonntag eine vielversprechende Premiere.
Zwischen den Chorbeiträgen bot das Ensemble 'Soestenuto' mit Klaus Esser und Jin Kim (beide Violine), Bernd-Udo Winker (Viola) und Ulrich Rikus (Violoncello) auf der Bühne mitten im Kirchenschiff eine eindringliche Interpretation des Quartetts Nr. 60 in G-Dur, op. 76, Nr. 1 von Joseph Haydn.
Bei zwei Choralvorspielen saß Gabriele Gläsmann an der Thomä-Orgel. Sie war kurzfristig für die erkrankte Karola Kalipp eingesprungen.
Für den Schlusspunkt des Abends mit 'Komm Trost der Welt' - eine Vertonung eines Eichendorff-Textes - hatten sich alle Ensembles auf und an der großen Bühne im Chorraum versammelt. - So etwas nennt man Gänsehaut-Musik.
Gewagt und gewonnen. Enthusiastischer Beifall am Ende des ersten Wandelkonzerts. Eine Fortsetzung drängt sich auf. Und dann dürfen ruhig noch ein paar Besucher mehr kommen."

Soester Vokalensemble, Michael Busch
Das Soester Vokalensemble unter der Leitung von Michael Busch

Ausführende

a) Les ChantElles - Leitung: Cornelia Fisch
b) Soester Vokalenssemble - Leitung: Michael Busch
c) Ensemble Soestenuto
mit Klaus Esser, Jin Kim (Violinen), Bernd-Udo Winker (Viola), Ulrich Rikus (Violoncello)
d) Gabriele Gläsmann (Orgel)
e) Chor des Städtischen Musikvereins Soest - Leitung: Michael Busch.
Moderation: Christiane Mackensen, Gisela Zahnow

Chor des Städischen Musikvereins Soest, Michael Busch
Der Chor des Städtischen Musikvereins mit Freunden unter der Leitung von Michael Busch

Programm

Thuma mina, Let Us Break, Suse liebe Suse, California Dreamin, Dudabda (a)
Kyrie, Innsbruck, Immortal Bach, All mein Gedanken, Kum Geselle min, Es klappert die Mühle, Yesterday (b)
Joseph Haydn, Streichquartett Nr. 60 G-Dur op. 76 Nr. 1 (c)
Jesu meine Freude, Wer nur den lieben Gott lässt walten (d, e)
Viva la Musica, Viele verachten die edle Musik, Wer die Musik, Wonderful World (e)
Komm Trost der Welt (a, b, c, e)

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