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Städtischer Musikverein Soest e. V.

Unser Konzert vom 19.11.2006

Nach nur drei Jahren zum Ausklang des 250. Geburtsjahres von Wolfgang Amadeus Mozart ließen wir am 19, November 2007 um 17 Uhr in der Neu St. Thomae Kirche noch einmal sein Requiem KV 626 erklingen. Eine denkwürdigen Aufführung, dramatisiert durch den abrupten Abbruch des Lacrimosa nach dem 8. - dem vermutlich letzten von Mozart selbst komponierten Takt seines Requiems. Nach einer Schweigeminute dann das zart von dem Solistenquartett Cornelia Fisch (Sopran),  Anne Baumgarte (Alt), Friedrich von Mansberg (Tenor) und Martin Blasius (Bass) gesungene Ave Verum KV 618 um anschließend das Requiem mit der Wiederholung des dann vollständigen Lacrimosa wieder aufzunehmen. Michael Busch leitete neben unserem Chor und den Solisten die hervorragend musizierende Westfälische Kammerphilharmonie Gütersloh.

Aufführung Mozart Requiem
Chor des Städtischen Musikvereins Soest unter der Leitung von Michael Busch
(Foto: Antje Heymann)

Pressestimmen

Der Soester Anzeiger schrieb in seiner Ausgabe vom 27. Mai (Auszüge):

"'Huic ergo parce Deus - lass ihn Gott Erbarmen finden', singt der Chor in höchster Dramatik. Die Melodie steigt chromatisch an, die Streicher werden kräftiger, das Crescendo nimmt zu, lauter, lauter… - Jäh bricht die Musik ab. Stille.
Genau bis zu diesen Takte hat der Überlieferung nach Wolfgang Amadeus Mozart sein letztes Werk, das Requiem, geschrieben. Dann starb er. Der Chor des Musikvereins unter Leitung von Michael Busch macht die Zäsur bei seiner Aufführung in der Thomäkirche überaus ohrenfällig deutlich - mit Stille, mit Schweigen.
In diese Stille herein singt das Solistenquartett das populäre „Ave verum corpus" so schlicht, so vollendet, dass es jeden Zuhörer im voll besetzten Kirchenraum berührt. Erst nach einer weiteren Pause greifen Chor und Orchester das Lacrimosa wieder auf und singen das Gesamtwerk so zu Ende, wie es Mozart-Schüler Franz Xaver Süßmayr fortgeschrieben hat.
Hervorragendes Solisten-Quartett
Sicher lässt sich darüber streiten, ob der Einschnitt im Requiem noch eigens markiert oder gefüllt werden musste, war doch der Abbruch des musikalischen Flusses schon ausdrucksstark genug.
Aber den Zuhörern wäre ohne diese kleine Kirchenmotette „Ave verum" ein großer Genuss entgangen. Sopranistin Cornelia Fisch, Altistin Anne Baumgarte und Tenor Friedrich von Mansberg, alle drei den Soester Musikfreunden bestens bekannt, sowie der Bass Martin Blasius, eine bemerkenswerte „Neuentdeckung" waren stimmlich so ausgewogen und aufeinander eingespielt, dass es eine Freude war, sie gemeinsam zu hören.
Stilistisch passte das „Ave verum", wie das Requiem eines der letzten Werke Mozarts, gut an diese Stelle, bittet der lateinische Text doch um Kraft in der Sterbestunde. Und die Interpretation der vier Solisten unterstrich den emphatischen Duktus des Chorgesangs.
Auf den Tag genau vor drei Jahren, auch zum Volkstrauertag, hatte der Musikverein-Chor das Requiem zuletzt am gleichen Ort, damals ebenfalls unter Leitung von Michael Busch, aufgeführt. Ehrensache, jetzt die letzten Takte des Mozart-Jubiläumsjahres in Soest ebenfalls mit diesem Spätwerk anzustimmen.
Die beiden Aufführungen miteinander zu vergleichen, was nahe liegend ist, würde keiner gerecht. Zumal damals ein anderes Orchester spielte. Diesmal war die Westfälische Kammerphilharmonie Gütersloh verpflichtet worden, die ein sicheres instrumentales Fundament für den dynamisch differenzierten Gesang bot.
Bereichernde musikalische Stunde
Zudem hat sich der Chor vergrößert und erfreulicherweise auch verjüngt. Selbst zwei 13-Jährige singen die schweren klassischen „Brocken" mit.
Damals wie heute war das Publikum ergriffen. Die Spannung nach dem letzten Ton hielt lange an. Dann dankten die Zuhörer mit anhaltendem herzlichen Beifall für diese bereichernde musikalische Stunde am späten, trüben Novembersonntag."

In der Westfalenpost wurde zeitgleich bemerkt (Ausschnitte): "Auffallend beim Einzug der Sängerinnen und Sänger: Der Chor braucht immer mehr Platz. Litt er vor Jahren noch unter Überalterung, so ist das Ensemble inzwischen gut gemischt. Sogar Jugendliche sind dabei. Eine Entwicklung, die untrennbar mit der Begeisterungsfähigkeit verbunden ist, die die Persönlichkeit und Arbeit von Michael Busch auszeichnet. Ein hochprofessionelles Engagement, für das sein temperamentvolles Dirigat am Sonntag auch einen optischen Beleg lieferte.
Mit der Westfälischen Kammerphilharmonie Gütersloh hatte der Musikverein ein für die Lebendigkeit seiner Darbietungen gelobtes Orchester verpflichtet.
Die Soesterin Cornelia Fisch, Sopran, hatte als Solistin ein Heimspiel. Den Tenor Friedrich von Mansberg und Altistin Anne Baumgarte waren den Musikfreunden durch ihre Mitwirkung bei der Stadtoper bestens bekannt. Vierter in der Solisten-Riege war Martin Blasius, Bass.
Am Sonntag erlebten die Besucher in der vollbesetzten St. Thomäkirche eine überzeugende Aufführung, für die sie mit langem Beifall dankten."

Ausführende

Cornelia Fisch – Sopran, Anne Baumgarte – Alt, Friedrich von Mansberg – Tenor, Martin Blasius – Bass, Chor des Städtischen Musikvereins Soest, Westfälische Kammerphilharmonie Gütersloh, Leitung: Michael Busch

Programm

Wolfgang Amadeus Mozart: Requiem KV 626
Ave Verum KV 618

Generalprobe Mozart Requiem
Michael Busch und der Chor des Städtischen Musikvereins Soest bei der Generalprobe

das vorherige Konzert

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