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Städtischer Musikverein Soest e. V.

Unser Konzert vom 18.12.2005

Am 4. Adventsonntag führten wir in Neu St. Thomae das Weihnachtsoratorium - Oratorio de Noël - von Camille Saint-Saëns auf. Außerdem erklangen die Motette "Verleih uns Frieden"  von Heinrich Schütz und die Kantate "Wachet auf, ruft uns die Stimme" von Johann Sebastian Bach. Hervorragende Solisten und das Soester  Kammerorchester musizierten unter der Leitung von Michael Busch.


Chor des Städtischen Musikvereins Soest, Soester Kammerorchester
unter der Leitung von Michael Busch (Foto: Anny Heymann)

Pressestimmen

Der Soester Anzeiger schrieb in seiner Ausgabe vom 20. Dezember (Auszüge): "Weihnachten deutsch und Französisch - Musikvereins-Chor gestaltete mit Kammerorchester und Solisten kontrastreiches Programm in der Thomäkirche - Zuerst: Der schallende Ruf "Wachet auf!", "Macht Euch bereit!" Kraftvoller Chorgesang, kunstvolle Stimmführung, Streicher und Bläser künden von dem nahenden Ereignis und dem großen Fest. Und dann: Pure Idylle, einschmeichelnde warme Melodien, Harfenklänge besingen das Heilsgeschehen auf ganz andere Weise. Und die gut 400 Zuhörer in der voll besetzen Thomäkirche staunten und genossen. Der Chor des Musikvereins mit seinem Leiter Michael Busch hatte diesen kühnen Bogen vom kunstreichen barocken Flechtwerk zu kontemplative romantischer Lyrik gespannt. Das überlegte Programm ließ auf die Kantate „Wachet auf, ruft uns die Stimme" von Johann Sebastian Bach das „Oratorio de Noel" von Camille Saint-Saens folgen, stellte also einem Meisterstück strenger Polyphonie ein homophones Werk gegenüber, in dem sogar viele Chorsätze einstimmig sind. Deutschland und Frankreich ergänzten und kontrastierten sich musikalisch. Der überwiegende Teil des Publikums kannte das Oratorium nicht, war jedoch sofort in den Bann gezogen von dem weichen Klang voller Schmelz und von den lyrischen Melodien, die gleich ins Ohr gehen. Nach der pastoral getönten, wiegenden Einleitung setzte erst nach Solisten, Orchester und Orgel mit dem „Gloria" der Chor ein. Nirgends wird dieses Werk schroff oder laut, niemals dramatisch oder kompliziert. Es ist wie ein unendlich schöner Blick auf die Heilige Familie in der Krippe. Die neun Sätze münden in einen von Orgel und Streichern begleiteten Schlusschor, der noch lange im Ohr bleibt. Ein Hauch von Lieblichkeit überzog das gesamte "Oratorio". Danach hätte man gerne noch einmal die schlichte, kleine Motette mit dem herben Charakter „Verleih uns Frieden" von Heinrich Schütz gehört, die der Chor zwischen Bach und Saint-Saens gesungen hatte. Weder Barock noch Romantik waren ein Problem für Chor und das Kammerorchester mit Soester und befreundeten Musikern, die fast alle auch solistisch wirkten. Die Gesangssolisten liefen nach kurzer Zeit zu großer Form auf. Sie sind dem hiesigen Publikum und Freunden des Musikvereinchors bestens vertraut - vor allem aus der Stadtoper, die vor gut einem halben Jahr am gleichen Ort spielte: Sopranistin Cornelia Fisch, Altistin Anne Baumgarte und Tenor Markus Müller spielten in der „Zauberflöte" mit. Bass Andreas Schindler hatte schon mehrfach mit dem Chor gesungen und Mezzosopranistin Nadja Dust hat sich durch mehrere Auftritte im heimischen Raum bereits einen Namen gemacht. Mit anhaltendem Applaus dankte das Publikum dem Musikvereinschor und seinen musikalischen Mitstreitern."


Chor des Städtischen Musikvereins Soest, Soester Kammerorchester
unter der Leitung von Michael Busch (Foto: Anny Heymann)

In der Westfalenpost wurde zeitgleich bemerkt (Ausschnitte): "Weiter musikalischer Bogen - Weihnachtskonzert des Städtischen Musikvereins in Neu St. Thomä begeistert Publikum - Und wieder ein so gut wie ausverkauftes Haus. Konzert eins nach der "Zauberflöte". Im Mai hatte der Städtische Musikverein das gotische Gotteshaus in einen Opernsaal verwandelt. Nach dem überragenden Erfolg der Produktion brauchten die Sängerinnen und Sänger um Chorleiter Michael Busch erstmal eine kleine Auszeit, um danach wieder mit Elan ans nächste Projekt zu gehen. Dafür hatte sich der ständig wachsende Chor Kirchenmusik aus drei Jahrhunderten vorgenommen: Mit Bachs Kantate "Wachet auf, ruft uns die Stimme" (18. Jahrhundert) am Beginn des Konzerts über die Heinrich-Schütz-Motette "Verleih uns Frieden" (17. Jahrhundert) zu Camille Saint-Saens "Oratorio de Noel" (19. Jahrhundert). Bach setzte sich in seinem kompositorischen Schaffen mit Schütz auseinander und Saint-Saens versah das Prelude seines Weihnachtsoratoriums mit dem Zusatz "Im Stil von Seb. Bach". Ein weiter musikalischer Bogen also, den Chor, Solisten und Orchester am Sonntagnachmittag spannten. Erste Irritation beim Eintritt in Neu-St.-Thomä. Die Bänke standen verkehrt herum. Statt zum Altar blickten die Besucher auf die Orgel.
Ein „Stühlerücken" mit Sinn. Denn so hatten die Musikfreunde die Akteure nicht nur im Ohr, sondern auch im Blick. Da die Orgel in Saint-Saens Weihnachtsoratorium zentrale Bedeutung hat, drängte es sich geradezu auf, den Chor und das Soester Kammerorchester mit Konzertmeister Bernd-Udo Winker vor dem Kircheninstrument zu platzieren. Saint-Saens "Oratorio de Noel" ist ein hier zu Lande selten gehörtes Werk. Saint-Saens komponierte es 1858, im Alter von 23 Jahren. Streicher, Orgel und eine Harfe sorgen für eine warme, lyrische Musik-Sprache - typisch französisch für das 19. Jahrhundert. Saint-Saens bezieht sich zwar auf Bach, doch sein Werk ist so ganz anders als dessen barocke Pracht ausstrahlendes "Weihnachtsoratorium" mit seinen Trompeten und Holzbläsern. Saint-Saens lässt den Solisten (Cornelia Fisch, Sopran; Nadja Dust, Mezzosopran; Anne Baumgarte, Alt; Markus Müller, Tenor, und Andreas Schindler, Bass) breiten Raum zur Entfaltung. Auch hier wieder Erinnerungen an die "Zauberflöte", gehörten doch Cornelia Fisch, Anne Baumgarte und Markus Müller zum Opern-Ensemble. Für Nadja Dust war der Auftritt mit dem Chor des Musikvereins ein Heimspiel. Die Möhneseeerin hat sich im heimischen Raum durch zahlreiche Auftritte bereits einen guten Ruf erworben. Die meisten Konzertbesucher dürften wohl die erste Begegnung mit dem „Oratorio" erlebt haben. Dass es eine glückliche Wahl war, bewies der geradezu frenetische Beifall für alle Beteiligten."


Cornelia Fisch, Nadja Dust und Anne Baumgarte (Foto: Anny Heymann)

Ausführende

Cornelia Fisch – Sopran, Nadja Dust, Mezzosopran, Anne Baumgarte – Alt, Marcus Müller – Tenor, Andreas Schindler – Bass, Chor des Städtischen Musikvereins Soest, Soester Kammerorchester, Leitung: Michael Busch


Marcus Müller und Andreas Schindler (Foto: Anny Heymann)

Programm

Johann Sebastian Bach:
Wachet auf, ruft uns die Stimme BWV 140

Heinrich Schütz:
Verleih uns Frieden

Camille Saint-Saëns:
Oratorie de Noël


Chor des Städtischen Musikvereins Soest, Soester Kammerorchester
unter der Leitung von Michael Busch (Foto: Anny Heymann)

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